Nordseeinsel
Liebende
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Hanna Paulsen
Föhrer Morgen
Inselroman
Celine wird von ihrem Partner für eine Jüngere verlassen. Ein Job-Angebot auf Föhr kommt ihr da gerade recht. Doch damit fangen die Probleme erst an.
Als leidenschaftliche Kunstlehrerin liebt Celine ihre Heimat Hamburg mit den vielen Museen, Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen. Zwar macht sie regelmäßig Urlaub auf Föhr, wo ihre beste Freundin Leoni wohnt. Doch aus der Hansestadt wegzuziehen, kann sie sich nicht vorstellen. Bis ihr Partner und Kollege sich von ihr trennt, weil er sich in eine Referendarin verguckt hat.
Da es mit einem Schulwechsel in Hamburg auf die Schnelle nicht klappt, nimmt Celine eine Stelle am Wyker Gymnasium an. Nur für ein JDa es mit einem Schulwechsel in Hamburg auf die Schnelle nicht klappt, nimmt Celine eine Stelle am Wyker Gymnasium an. Nur für ein Jahr – das schwört sie sich – und von den Männern auf der Insel hält sie sich fern. Aber dann taucht ausgerechnet Finn wieder auf: ein ehemaliger Schüler, der ihr vor Jahren mehr bedeutet hat, als sie sich eingestehen wollte. Und plötzlich gerät ihr Vorsatz ins Wanken.
»Föhrer Morgen« ist der erste Band einer Trilogie über eine selbstbewusste Frau, die sich in einen jüngeren Mann verliebt und zwischen Kopf und Herz entscheiden muss.
»Warmherzige Worte sowie komplizierte Beziehungsmuster, das Hin und Her zwischen vernünftigen Prinzipien und einem wilden Herzen sorgen für reichlich Abwechslung auf den viel zu schnell gelesenen 240 Seiten. Mir hat’s wie immer sehr gut gefallen! Empfehlung für Freunde der Nordfriesischen Inseln und knisternder Romantik.«
»Die Mischung aus Inselgefühl, Freundschaft und persönlichen Herausforderungen sorgt dafür, dass das Buch unterhaltsam bleibt. Vor allem der leichte Schreibstil der Autorin konnte mich wieder einmal komplett überzeugen.«
»Ein rundum gelungener Wohlfühlroman für die Hängematte oder den Strandkorb! Ich freue mich schon riesig auf Band 2 und hoffe, dass es genauso spannend und emotional weitergeht.«
Leseprobe
Lehrerin trifft auf Föhr ihren ehemaligen Schüler wieder und es knistert gewaltig zwischen ihnen.
»Was du damals zu mir gesagt hast, ist drei Jahre her. Ich weiß natürlich, dass du über diese Schwärmerei für mich längst hinweg bist und …«
Sein Blick verdunkelte sich. »Dann lass mich auch etwas klarstellen.« Er machte einen Schritt auf sie zu und fasste sie unters Kinn. »Nichts hat sich geändert. Rein gar nichts.«
Einen Herzschlag lang fühlte es sich an, als wäre die Welt stehen geblieben. Celine erstarrte. Sie hatte jedes von Finns Worten verstanden und konnte sie dennoch nicht glauben.
Im nächsten Augenblick beugte Finn sich vor. Mit kalten Händen umfasste er ihren Hinterkopf und zog sie zu sich heran. Bevor sie auch nur einen klaren Gedanken fassen konnte, presste er seine Lippen auf ihre. Sie waren abgekühlt wie ihr eigener Mund. Doch sein Atem in ihrem Gesicht fühlte sich warm an– beinahe heiß. Finns Dreitagebart schabte rau an ihrem Kinn, während seine Finger sich besitzergreifend in ihren Locken verfingen.
Der Schirm entglitt ihr und landete in einer Pfütze. Ohne seinen Schutz peitschte der Regen gnadenlos auf Celine nieder. In kürzester Zeit war sie bis auf die Haut durchnässt. Sie hätte vor Kälte mit den Zähnen klappern sollen. Stattdessen fühlte es sich an, als würde sie innerlich verbrennen. Das hier war ein großer Fehler. Sie hätte Finn von sich stoßen sollen.
Stattdessen verharrte sie regungslos, was er als Einladung missverstehen musste. Die Sekunden dehnten sich ins Endlose. So viele Gefühle prasselten gleichzeitig auf Celine ein, dass sie sich von dem Ansturm regelrecht erschlagen fühlte: Schock, Wut, Fassungslosigkeit, Überforderung und– ja, auch Lust. Dabei sollte sie eigentlich nur eines empfinden: Empörung.
Endlich gab Finn sie frei. In seinen Augen schimmerte so etwas wie Triumph. »Nennst du das hier etwa eine Schwärmerei?«
»Nein, das …« Celine hob ihren Schirm vom Boden auf und hielt ihn sich schützend über den Kopf. Es wurde höchste Zeit, Finn auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. »Hast du völlig den Verstand verloren?«, fragte sie in ihrem strengsten Lehrerinnen-Tonfall.
Er lächelte schief. »Spielst du jetzt wieder die Unnahbare wie früher im Klassenzimmer? Ich finde das ja irgendwie sexy.«
