Nordseeinsel
Liebende
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Hanna Paulsen
Föhrer Winter
Inselroman
Adventszeit mit Baby: Julia bekommt eine Tochter und freut sich auf den Umzug ihrer Patchwork-Familie in ein neues Heim. Doch ihre Schwiegereltern sind gegen das junge Glück.
Ein halbes Jahr nach dem Tod ihres Mannes bringt Julia eine gesunde Tochter zur Welt. Gemeinsam mit ihrem Schwager Krischan, in den sie sich verliebt hat, und Sohn Liam will sie noch vor Weihnachten ein Haus in Wyk beziehen.
Aber die Vorfreude ist getrübt. Krischans Eltern können sich nicht damit abfinden, dass ihr Sohn die Witwe seines Bruders liebt, und haben den Kontakt zu ihm abgebrochen. Gelingt trotzdem eine Versöhnung zum Fest der Liebe?
Finaler Teil der neuen Reihe über Neuanfänge, verbotene Gefühle und die raue Schönheit der Nordseeküste.
»Ich habe mein Herz ein wenig an die Insel verloren und die Familie gerne begleitet. Der Roman war wieder sowohl spannend als auch sehr gefühlvoll. Hanna Paulsen scheut sich nicht, auch schwierigere Themen aufzugreifen und diesen Raum zu geben. Vielen Dank für diese Reihe!«
»Die Themen Trauer, Liebe, Familie und Vergebung werden feinfühlig und ohne übertriebenes Pathos behandelt. Der Roman zeigt, dass Neuanfänge immer möglich sind, auch wenn sie mit Herausforderungen verbunden sind, und dass die wahre Kraft der Liebe darin liegt, Brücken zu bauen – selbst zwischen den tiefsten Gräben.«
»Auch der letzte Teil war wieder eine emotionale Achterbahnfahrt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und natürlich auch sehr gern fünf Sterne.«
Leseprobe
Winter auf Föhr
Die Winterzeit ist auf Föhr sehr beschaulich. Viele Cafés und Restaurants haben geschlossen – das Filmtheater am Sandwall ebenso. Dafür wird die Wyker Innenstadt während der Adventszeit wunderschön geschmückt. Am zweiten Adventswochenende findet im Friesen-Museum der Weihnachtsmarkt statt. Auch wenn mittlerweile zahlreiche Weihnachtsbäume auf der Insel zu sehen sind, wird die Wohnstube traditionell mit einem Föhrer Bogen geschmückt. Dabei handelt es sich um ein Holzgestell, das mit Buchsbaum umwunden und mit Figuren aus Salzteig behängt wird.
An Silvester herrscht noch einmal Trubel. Wegen der zahlreichen Reetdachhäuser ist es Privatpersonen verboten, auf der Insel ein Feuerwerk anzuzünden. Dafür gibt es aber ein großes zentrales Feuerwerk am Strand von Wyk. Am nächsten Morgen stürzen sich die ganz Mutigen beim Föhrer Neujahrsschwimmen kostümiert in die kalten Fluten.
Danach kehrt wieder Ruhe auf der Insel ein. Viele Einheimische nutzen die dunkle Jahreszeit, um selbst Urlaub in der Sonne zu machen. Doch bis zum Biikebrennen am 21. Februar sind die meisten wieder zurück. Mit dem Feuer sollen der Winter und böse Geister vertrieben werden. Anschließend stärken sich die Feiernden mit Grünkohl, Kassler und Kartoffeln. Dieser nordfriesische Brauch ist mittlerweile sogar Teil des UNESCO-Kulturerbes.
